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Herbe Niederlage für den SC Aadorf in Glarus

Golder Raphael 18.04.2018

Mit den ersten sommerlichen Temperaturen reisten die sechs Mannschaftspieler des Schachklub Aadorf letzten Samstag nach Glarus. Das Aadorfer Raiffeisenteam war an diesem Wochenende, bestehend aus einem Drittel Ersatzspieler, zur zweiten Runde der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft angetreten. Doch gerade der Ersatzspieler und in den Schachsport zurückfindende Paul Frischknecht machte die Niederlage nicht ganz so deutlich.

Früher Niederlagen bei Volker Stief und Ulderico Zeppetella

Dass Volker Stief sich zurzeit nicht gerade in bester Form befindet musste er selbst eingestehen, denn der starke Spieler liess sich vom Läuferspiel seines ebenfalls starken Gegners überraschen. Um einigermassen im Spiel zu bleiben, musste der Aadorfer einer seiner Leichtfiguren gegen zwei Bauern opfern. Die gewünschte Wiederkehr ins Spielgeschehen brachte dies jedoch nicht und musste die verlorene Stellung aufgeben. Ulderico erging es nicht viel besser gegen das elf Jahre alte Nachwuchstalent von Glarus. Bevor Ulderico die drohenden Leichtfiguren im Spiel abtauschen konnte, gelang es seiner Gegnerin mit ihrem Springer durchzubrechen. Auch ein Gegenangriff schien die konzentrierte Glarnerin nicht aus der Ruhe zu bringen und wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab. 2:0 für Glarus

Konter vom Ersatzspieler Paul Frischknecht

Nachdem Pauls Gegner seine ganze häusliche Vorbereitung zunichte gemacht hatte, indem er eine eher seltener gespielte Eröffnung wählte, verzweigte auch er, aus Rache dazu, in eine Nebenvariante. Dies veranlasste offenbar den Glarner, seine Entwicklung nicht abzuschliessen, auf der Suche nach einer schnellen Bestrafung für Pauls eher unübliche Eröffnungswahl. Die unvollendete Aufstellung der Streitkräfte konnte der Hinterthurgauer dann schnell mit einem Angriff auf den König ausnützen. Nach einem ungeschickten Verteidigungszug seines  Gegners konnte Paul einen ganzen Turm gewinnen. Statt ihn tatsächlich herzugeben, zog es der Glarner Spieler vor, die Waffen zu strecken. 2:1 für Glarus

Mit dem Sieg von Junior Jannik Bounlom war die Niederlage zwar geschmälert, aber, nachdem sein Trainer und Bruder Samyo wie auch der Mannschaftsleiter Raphael verloren hatten, dennoch eine klare Niederlage.

Obwohl Raphael Golder aktiv mit dem Damengambit aus der Eröffnung spielte, bemerkte er nicht, dass sein Gegner gefährlich Druck auf seinen Königsflügel aufbaute. Als der Aadorfer begann dagegen etwas zu unternehmen, war es bereits zu spät und verlor die Partie schnell nach einem weiteren ungenauen Zug. Samyo verlor das Zepter über das Spiel früh und musste mehr reagieren als agieren, worauf der Aadorfer im klar verlorenen Endspiel aufgeben musste. Bei Jannik Bounlom lief es erst auch sehr schlecht, denn gleich nach der Eröffnung verlor er eine Figur. Im Gegenzug bekam er einen solch gewaltigen Druck auf f7, dass er ein paar Züge später im Gegenzug die Qualität (Leichtfigur gegen Turm) erhielt. Unter Zeitnot spielte der Glarner im Endspiel einen Fehler was zum zweiten Punkt für Aadorf führte. 4:2 für Glarus

Abbildung 1: Die Aadorfer rechts gegen die Glarner

Glarus– Aadorf 4:2

G.Neuberger – S.Bounlom 1:0, J.Bounlom– O.Bürgi 1:0, M.Dürst- V.Stief 1:0, R.Golder – D.Pinggera 0:1, G.Hüseynova – U.Zeppetella 1:0, P.Frischknecht – D.Jenny 1:0