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Unentschieden für SC Aadorf

Golder Raphael 05.06.2018

Etwa genau in der Hälfte des Spielgeschehens musste die Mannschaft des Schachklubs Aadorf den Ausgang der Begegnung mit Winterthur drehen. Nachdem es auf den Brettern der älteren Spieler nicht nach Vielversprechend aussah, musste einen Turn bewirkt werden. Das facettenreiche Raiffeisen-Team bestand aber auch diese Aufgabe an diesem schönen Samstag und remisierte gegen das starke Winterthur.

Weniger geglückte Runde der Routiniers

Während Volker Stief mit den weissen Steinen  gegen die ihm unbekannte moderne Variante der Skandinavischen Verteidigung (Dd6 im dritten Zug) keine Ideen verfolgen konnte, konnte  seinen Gegner in Ruhe seine Stellung aufbauen. Da im Anschluss viel abgetauscht wurde, und die Stellung damit ausgeglichen war, einigten sich die beiden Kontrahenten nach 18 Zügen auf remis.

Karl Brunner geriet nach einer ausgeglichenen Eröffnungsphase in Schwierigkeiten. Sein Gegner konnte einen gefährlichen Freibauern vorstossen, dessen Umwandlung in eine Dame nur mittels Materialverlust vermieden werden konnte. Trotz anschliessender heftiger Gegenwehr war die Partie nicht mehr zu retten.

Unglücklich traf es auch den Schach-Senior Paul Frischknecht. Nachdem er gegen den jungen Winterthurer klare Vorteile herausspielte wurde er im Anschluss zu übermütig. Anstatt das Spiel ruhig abzuwickeln entschied sich Paul für ein heikles Figurenopfer. Leider sah das Opfer besser aus als es war, durch das genaue Spiel des Winterthurers verlor Paul die Partie. 2½ -½ für Winterthur

Erfolgreichere jüngere Spieler brachten den Ausgleich für das Raiffeisen-Team von Aadorf

Nach einer ungewöhnlich ungenau gespielten Eröffnung mit Weiss, wagte einer Samyo‘s Bauer zu weit vor in die gegnerische Hälfte. Da der Support von den anderen Figuren ungenügend war, verlor der junge Aadorfer alsbald den Bauern und musste um ein Remis zittern. Da die Bemühungen seines Gegners die Stellung einzurennen bescheiden waren, konnte Samyo dank einer Serie von Ungenauigkeiten des Winterthurers, die Oberhand gewinnen und auf jener Linie eindringen, auf der Samyo früh einen Bauern verloren hatte. Dank eines Damenfangs am Ende, warf der Gegner das Handtuch. 2½ -1½ für Winterthur

Am Schluss ruhte die Aufmerksamkeit der Mitspieler auf das Brett des jüngsten Spielers, Jannik. Nachdem Marcels Gegner ihm zu seinem souveränen Sieg gratulierte, kämpfte Jannik mit einem leichten Vorteil im Endspiel um den schwer zu erreichenden Sieg. Leider blieben diese Bemühungen ohne Erfolg und er musste sich mit dem Remis zufriedengeben. 3-3 für Aadorf

Linkssitzende Personen vom SC Aadorf, Legende von vorne nachhinten und links nach rechts: Paul Frischknecht, Karl Brunner, Marcel Eberl, Samyo Bounlom, Volker Stief, Jannik Bounlom (rechts nicht zu sehen) 

Aadorf– Winterthur 3 :3

V.Stief – R.Zaugg ½:½
P.Jenny – J.Bounlom ½:½
S.Bounlom – R.Bürge 1:0
L.Gamsa – M.Eberle 0:1
K.Brunner – P.Bosshard 0:1
C.Gamsa – P.Frischknecht 1 :0