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Bittere Niederlage für SC Aadorf

Golder Raphael 30.06.2018

An diesem heissen Samstag war es den Spieler eher nach einem Badi-Besuch zu Mute, als Schach zu spielen. Es schien für das ersatzgeschwächte Team trotzdem eine einfache Aufgabe zu werden, denn nach dem aktuellen Punktestand bilden die Flawiler das Schlusslicht der Gruppe. Leider hatten die Aadorfer vom Raiffeisen-Team sehr viel Pech und kamen nicht über eine knappe Niederlage hinaus.

Nach frühem Remis von Volker und der Niederlage vom Ersatzspieler Ulderico glich Marcel aus.

Zuerst sah es bei Volker Stief gar nicht nach Remis aus, denn schon in der Eröffnungsphase konnte er ein Bauern gewinnen und das Spiel diktieren. Da sich sein Gegner daraufhin, mit aller ihm zur Verfügung stehenden Zeit zur Wehr setzte, schien der Aadorf das Erfolgsrezept nicht mehr verfolgen zu können und musste in ausgeglichener Stellung das angebotene Remis akzeptieren.

Ulderico Zeppetella sah sich nach Bauer e4 der Skandinavischen Verteidigung gegenüber und konterte für seine Spielstärke recht gewitzt. Denn selbstsicher opferte er im zweiten Zug seinen Bauern um dafür Entwicklungsvorsprung zu erlangen. Es schien aufzugehen, schon bald eroberte Ulderico seinen Bauern zurück und konnte das Spiel aktiv gestalten. Leider hielt das Glück nicht lange und der Aadorfer verlor nach einer Unachtsamkeit seinen Springer durch die Damengabel des Flawilers (Bedrohung des Königs und Springers zur gleichen Zeit).

Nach einer unkonventionellen Eröffnung, konnte Marcel Eberle mit Dame und Läufer Druck auf der Diagonale h1- a8 aufbauen. Da sein Gegner über kein Gegenspiel verfügte, beschränkte er sich darauf, die Stellung zu verteidigen. Dem Aadorfer gelang es darauf, mit weiteren Manövern den Verteidigungsspringer abzutauschen, und Bauernverlust war für den Flawiler unausweichlich. Da er weiter über eine passive Stellung verfügte, und keine Chance sah, die Partie längerfristig zu retten, gab er sofort auf. 3-3

Unglück und Glück führte zur knapper Niederlage als Resultat

Nachdem der Mannschaftsleiter vom SC Aadorf unorthodox auf den Colle-Aufbau seines Gegners reagierte, war die Partie zu Beginn noch schön im Gleichgewicht. Als der nominell stärkere Flawiler erfolgreich seinen Druck im Zentrum erhöhen konnte, musste Raphael mit einem raschen Königsangriff reagieren um Weiss die Ressourcen für das Zentrum zu binden. Nach einem Läuferopfer gegen zwei Königsbauern hatte sich der Aadorfer überlupft und musste das Handtuch werfen.

Riesen Unglück hatte der sehr erfolgreiche Jannik Bounlom am dritten Brett. Nachdem Jannik schon früh einen Freibauer im Zentrum gewann, sah es lange Zeit nach einer gewinnbringenden Partie aus, denn der vorrückende Freibauer schien dem Gegner eine Menge Sorgen zu bereiten. Doch auf einen Schlag war die Partie verloren für den Junior vom SC Aadorf, er übersah ein einzügiges Matt seines Gegners. Schade!

Obwohl die Mannschaftsniederlage schon sicher war, kämpfte Samyo bei gedrückter Stellung weiter. Nach einem Taktieren an Samyos Königsflügel gewann Weiss mit einem Springeropfer zwei verbundene Freibauern im Zentrum die bis auf die sechste Reihe vorrückten. Dies entspricht in etwa der Spielstärke eines Turms. Um die Freibauern auszuschalten opferte Samyo darauf auch einen Turm und war danach eine Qualität im Rückstand. Zum Glück der Aadorfer fand der Flawiler im Anschluss kein Konzept um die überlegene Stellung zum Gewinn zu verwerten und verlor gegen Ende die Partie weil er beim verteidigen seines Königs mehrere unzureichende Züge wählte.

Volker Stief rechts remisiert gegen seinen Gegner  

Flawil – Aadorf 3½:2½

A.Dönni – S.Bounlom 0:1
M.Eberle – T.Näf 1:0
T.Würth – J.Bounlom 1:0
V.Stief – A.Egger ½:½
A.Dönni – R.Golder 1:0
U.Zeppetella – J.-P. Wickli 0:1